Schreibdoc – Schreibberatung für Promovierende

Thema: Über mich

Insgesamt dauerte meine Promotion zehn Jahre. 2004 wurde ich in Neuerer Geschichte in Tübingen mit einer Pionierstudie über die internationale Freizeit- und Sozialpolitik des NS-Regimes und des faschistischen Italien „summa cum laude“ promoviert. Das Thema würde ich heute noch gerne fortsetzen, denn der italienische Faschismus ist in vielen Bereichen weiterhin wenig erforscht!

Wie viele Promotionsthemen war auch meines viel zu weit gefasst. Ich erlebte zum ersten Mal eine echte Schreibkrise, als eine Krankheit dazukam. Dank meiner ersten schreibdidaktischen Ausbildung fand ich ins Schreiben zurück. Weil ich mich erinnerte, dass die ersten Texte, die ich als Studentin in einem Schreibworkshop der Universität Tübingen schrieb, Gedichte waren. Was mir verloren gegangen war durch das jahrelange wissenschaftliche Schreiben, war ganz einfach meine Lust an kreativen Schreibimpulsen und am schreibenden Ausprobieren.

Meine Promotion hat länger gedauert als ursprünglich gedacht, weil ich außerdem drei Kinder geboren, Projekte entworfen und mich schließlich als Schreibberaterin und Schreibtrainerin im Wissenschaftsbereich selbstständig gemacht habe.

Seitdem ist es mir ein Herzensanliegen, Schreibräume zu schaffen, in denen Schreibende in der Wissenschaft Lust und Mut haben, sich schriftlich auszudrücken und ihre Stimme, ihren Standpunkt zu finden. Ich engagiere mich außerdem dafür, die professionelle Schreibberatung an deutschen Hochschulen als neues Berufsfeld etablieren. Das ist mir als Mitgründerin der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung auch gelungen.

Inzwischen verstehe ich mich als professionelle Promotionsbegleiterin. Ich habe mich darauf spezialisiert, Promovierende beim Schreiben während ihrer intensiven Lebensphase zu begleiten. Ich sehe die Schreibberatung verstärkt auch als Laufbahncoaching. Denn ich erlebe regelmäßig, dass Promovierende sich nicht nur fachlich in ihre Rolle von Nachwuchswissenschaftler*innen hineinfinden müssen. Das ist aufregend genug. Es geht beim Forschen und Schreiben immer auch um den Berufseinstieg, Familiengründung, internationale Erfahrungen, Lebensunterhalt, Betreuungskonflikte und Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Das Schreiben ist ein Schlüssel für Vieles. Wenn das Schreiben gelingt, macht es selbstbewusst und mutig. Für die Wissenschaft und vieles mehr.

Keine Beiträge gefunden

Zu dem Thema gibt es zur Zeit keine Inhalte.

Bitte wählen Sie einen anderen Menüpunkt.